Die FH-DCE Super Rally 2011 in Kleipeda/Litauen

 

Reisebericht Super Rally 2011

 

So liebe Leute,

heute mal der Bericht über die Fahrt zur FH-DCE Super Rally 2011 in Klaipeda/Litauen.

Tag 1: 05.06.11 ca. 450km

Gegen 16:45 Uhr ging es los in Richtung Mecklenburg-Vorpommern. Bei Freunden angekommen, 
2 Gute-Nacht-Bier und ab in die Falle.

 

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Tag 2: 06.06.11 ca. 400km

10:00 Uhr ging es dann mit versammelter Mannschaft los, 10 Bikes, ein Auto
-und immer schön Landstraße gen Polen
Apropos – keine Autobahnen, viele LKW und die Straßen sind wie Buckelpisten mit Löchern
Naja, aber der erste Zwischenstopp in…ach weiß der Kuckuck…war top. Wir suchten einen Zeltplatz, fanden aber eine schöne Pension an einem See.
Die Angestellte/Chefin, weiß ich nich genau, hat sich mächtig ins Zeug gelegt um uns unterzubringen.
Abendesse war auch Klasse. Ich hatte ein riesiges Schnitzel mit Fritten und Salat, ein schönes, kühles Blondes und einen feinen Jacky-Cola…für zusammen 7€!!
Gelungener Abschluss des Tages!

 

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Tag 3: 07.06.11 ca. 420km

Morgens ging es zur nächsten Etappe, natürlich nach einem ausgiebigen Frühstück.
Los gefahren im Kapuzenshirt…aber irgendwann wurde der Himmel immer dunkler. Nach ca. 150km Gummianzug an und weiter.
Nach endlosen Stunden für die paar Meter, weil in Polen zieht es sich unglaublich lang hin, sind wir endlich angekommen.
Nächster Stopp: Wolfsschanze
Und da gab es sogar ein intaktes Gebäude, was sich auch noch als Hotel entpuppte. Absitzen!
Restaurant hatte schon zu, aber das junge Mädel an der Rezeption hat sich um uns alle gekümmert und für uns Pizza bestellt. 50 Zentimeter im Durchmesser für Jeden!! ( 7,50€!!) Was für eine Fresserei.

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Tag 4: 08.06.11 ca. 400km

Gefrühstückt, Bikes gepackt und weiter ! 
Im T-Shirt die letzte Etappe. Wir fuhren in Richtung Suwalki und da über die Grenze nach Litauen. 
Plötzlich wurde die Straße besser, es gab allerdings immer noch unzählige LKWs. Die haben jedoch fein Platzgemacht, als die Fahrer uns im Rückspiegel sahen. Wir kamen so einwandfrei voran.
Bis Kaunas fuhren wir immer noch Landstraße, ab da aber gings auf die Autobahn. Die letzten Kilometer, ich glaub 220, waren ein Kinderspiel. 75km vor Klaipeda allerdings, wieder Gummianzug an. Sauwetter!
Irgendwann kamen wir an, das Geländer der Super Rally, war von der Autobahn aus zu erkennen.
Eintritt bezahlt, auf den Acker, im wahrsten Sinne des Wortes, gefahren und einen geeigneten Platz für die Zelte gesucht. War gar nich so einfach. Überall ca. 10-15cm tiefe Spurrinnen. War schon ne Eierei, aber schließlich doch noch was gefunden.
Zelte aufgebaut, da das Wetter besser zu werden schien, kurze Hosen an, und ab zum Festgelände.
Irgendwie waren die Veranstalter überfordert. Es schien, als ob sie für den Mittwoch noch nicht mit so vielen Leuten gerechnet hatten. Die Fressbuden und Bierbuden wurden teilweise noch aufgebaut.
Aber an einem Stand gab es schon das Kühle! Also, hingesetzt, gleich Bekannte wiedergetroffen und ein paar Bier vernichtet. 
Dann, Wolkenbruch! Egal, Zelt stand, Bier war auch da, die Gespräche liefen.
Die Party konnte beginnen!

 

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Tag 5: 09.06.11


Es stand ein Ausflug zur kurischen Nehrung auf dem Plan.
Fantastisches Wetter zum Fahren.
Wir sind also nach Klaipeda zum Fährhafen gefahren, die kurische Nehrung ist nur über die Fähre von Klaipeda aus zu erreichen.
10 Minuten Fährüberfahrt. 
Wenn man mal in dieser Gegend ist, dann sollte man sich unbedingt diesen Landstrich anschauen, und wir waren mit dem Krad da, einfach nur genial. Die Landschaft, das Fahren…nur die Straße hielt ab und zu mal ne kleine Überraschung bereit, in Form von Löchern. Dann kamen wir an einen Checkpoint, wir dachten erst das wäre die Grenze nach Russland, aber nein, hier musste man eine Gebühr für das Befahren der Straßen entrichten. Die kurische Nehrung ist UNESCO-Weltkulturerbe, deshalb-Zahlemann!
Am letzten Zipfel angekommen, in Nida, haben wir die Bikes geparkt und waren Mittagessen, gut und günstig – mit Blick auf die russische Grenze. Auf einer riesigen Düne sah man einen Stacheldrahtzaun.
Irgendwann ging es wieder zurück, ab und zu einen kurzen kulturellen Zwischenstopp für uns Hobby-Japaner.
Wieder auf dem Platz angekommen, erst mal Rundgang und schauen, wen man noch alles so trifft – natürlich immer wieder die selben Gesichter, wie zu jeder Super Rally. Bissl quatschen hier, begrüßen da! …und ab aufs Festgelände – Durst!
Da der Donnerstag der offizielle Eröffnungstag war, gabs am Abend eine Eröffnungsshow.
Selbst der Bürgermeister von Klaipeda kam mit Lederjoppe auf die Bühne und spielte Trompete und trällerte Louis Armstrongs „ Wonderfull World“ – nicht schlecht!
Viel Bier, viel Musik – noch mehr Geplauder mit Freunden, und der Tag ging so allmählich zu Ende.

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Tag 6: 10.06.11

Aufgewacht! …Nanu, gar nich so stickig im Zelt?...Scheißwetter!
Über Nacht gab es einen Sturz der Temperaturen von 30 auf 15 Grad und tiefhängende Wolken. 
Was solls, schnell Kaffee gekocht…und ab in die Stadt (nur im Pullover, wir Irren!)
Da wir von der Sonne und den Temperaturen der Vortage verwöhnt waren, blieben wir nich lange.
Also, wieder auf den Platz, bissl geschlendert und den Markt besucht. 
Eine Bekannte aus Schweden habe ich auch noch getroffen. Die Beatrice Engmann. Die macht die Bücher über die Super Rally. Also hat sie von uns noch ein Gruppenfoto geschossen. Mal sehen, ob wir im Buch drin sind!
Am Rande der Veranstaltung lief das übliche Programm – Bikerspiele jeglicher Art, ein „Strongest Man Contest“, Stuntshow und vieles mehr…
Auch waren wieder viele kreative Umbauten auf dem Platz…mannomann, was manche für Geschmäcker haben!...-aber dass macht unsere Philosophie halt aus, die Vielfältigkeit und Kreativität im Umgang mit dem geliebten Stück Metall.
Besonders Sehenswert war das Museums-Zelt. Voll mit alten Motorrädern, glaub ne Stunde hab ich da verbracht – Naja
Abends ging es wieder vor die Bühne – es spielten in Litauen angesagte Rockbands. War OK.
Dann haben wir noch in den Geburtstag eines Freundes reingefeiert – sehr lustisch und feucht.
Ich hatte aber am darauffolgenden Tag widererwarten keinen dicken Schädel!!

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Tag 7: 11.06.11

Aufbruchsstimmung im Camp! Irgendwie hatte das Wetter vielen Leuten auf die Stimmung geschlagen. Viele packten ihre Sachen und reisten schon am Samstag ab. Auch einige von uns, so dass wir nur noch zu Dritt blieben. Das Wetter war auch irgendwie komisch, man wusste manchmal nicht, was man alles anziehen sollte.
Also, nur noch zu Dritt zum Festgelände – gaaanz relaxt!
Wir haben dann am Nachmittag die Restbestände der Nacht „entsorgt“ .
Am Abend, eigentlich der Hauptabend der ganzen Geschichte, spielte dann als Headliner „Pink Floyd Projekt“ aus Dänemark – kannte ich schon von der Super Rally 2008 in Dänemark (damals nicht Headliner). Sie machten eine tolle Show und die Musik war von original Pink Floyd nich zu unterscheiden.
So ging auch dieser Abend entspannt zu Ende!

 

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Tag 8: 12.06.11 ca. 500km

Aufbruch auch bei uns!
Aber gaaanz sachte. Sachen gepackt, noch gefrühstückt und 3 bis 4 mal über den Platz geschlendert. Hätten wir nicht tun sollen, weil es in dem Moment, als wir vom Platz fuhren, anfing zu schütten. Na Toll!...
Auf gings, 120km bis Kaunas im Regen. Dort hörte es endlich auf und der Himmel zeigte allmählich seine blaue Farbe wieder. Dann weiter nach Polen! Unser Ziel war Olsztyn ( Allenstein).
Da wir aber erst gegen 13:30 Uhr in Klaipėda fort gekommen sind, haben wir es nicht ganz geschafft.
85km vor Allenstein, die Sonne stand schon tief und wir hatten auch schon 500km auf der Uhr an diesem Tag, haben wir uns dann ein Zimmer gesucht.
Zu zweit sind wir noch mal in die Stadt und haben an einer Strandpromenade fein zu Abend gegessen.

 

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Tag 9: 13.06.11 801km

06:00 Uhr Aufstehen!
Kaffee gekocht, Moppeds gepackt…
Irgendeiner von uns hatte am Vorabend die „geniale“ Idee: „Wir fahren morgen durch, sind nur 700km!“
Toll. Bei den Straßen in Polen war allein der Gedanke an die kommende Fahrt ein Grund für Schüttelfrost!
Also, aufgesessen und durch. War eigentlich eine geile Fahrt – kam dem „Cannonball-Run“ gleich, einfach irre. Ich bin teilweise stehend, wie auf einer Enduro, gefahren – mit ner vollgepackten RoadKing. Die Straßen, vor allem in den Städten, waren teilweise recht hinterhältig. Auch Bahnübergänge konnte man nur im 1. Gang nehmen. Schauderhaft! Und natürlich die LKW´s.
Wir haben es trotzdem geschafft – 801 km quer durch Polen. Eine Tour für Erwachsene!
Kurz vor der Grenze zu Deutschland den Tank noch schnell mit preiswerten Polen-Sprit gefüllt und ab in die Heimat.
Deutschland hatte uns wieder.
Die letzte Nacht verbrachte ich bei einem Kumpel in Mecklenburg-Vorpommern.
In dieser Nacht habe ich geschlafen wie ein Toter!

Tag 10: 14.06.11 ca. 440 km


Oh Schreck, 12:15 Uhr ! Ich muss doch los!
Ach was solls, nach der gestrigen Tour sind die letzten Meter ein „Kindergeburtstag“.
Bin gegen 13:00 Uhr losgefahren, ein paar Kilometer, im Nachbarort, hab ich noch einen Kaffee im Tattoo-Studio eines Kumpels getrunken. Ich hab Zeit! Und bin gegen 14:00 Uhr dann endgültig gestartet.
Die Autobahn war soo schön gerade und glatt, dass ich nur mit einem Tankstopp die letzte Etappe absolviert habe.
Ich war wieder zu hause!
Die Zeit war wieder mal viel zu schnell verstrichen. 
Die Eindrücke, die man auf der Fahrt gesammelt hat, versucht man krampfhaft festzuhalten, aber es gelingt einem nicht. Am Ende bleiben nur wieder die Fotos und die Erinnerungen. 

Nächstes Jahr findet die FH-DCE Super Rally in Deutschland statt, genauer in Ballenstedt im Harz.
Vielleicht sieht man sich!

So, nun hoffe ich, dass der kleine Bericht Euch gefallen hat und in Euch die Lust geweckt hat, vielleicht weiter als nur um „ den Block“ zu fahren.

In der Benzin-Ecke könnt Ihr, wenn Ihr wollt, mir Eure Meinung mitteilen.
Also, 
Allen eine Super-Saison 2011 und
…Rock´n´Roll

 

 2012... Ballenstedt / Deutschland 

SR2012-logo

 

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